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GORE-TEX Sicherheitsschuhe wasserdicht: Erfahrung und Tipps

Kurz erklärt: GORE-TEX Sicherheitsschuhe sind dauerhaft wasserdicht und trotzdem atmungsaktiv. Dafür sorgt eine Membran zwischen Obermaterial und Innenfutter. Sie lässt kein Wasser hinein, aber Schweiß als Wasserdampf hinaus. Nach der aktuellen Norm EN ISO 20345:2022 erkennst du geprüft wasserdichte Sicherheitsschuhe an den Schutzklassen S6 und S7 oder am Zusatzkennzeichen WR.

  • S3 ist nicht wasserdicht. Bei S3 ist nur das Obermaterial wasserabweisend. Wasserdicht als ganzer Schuh ist erst S7 (ohne Durchtrittschutz: S6).
  • Der Schuh ist bis zur Höhe der Membran dicht. Wasser, das von oben am Bein hineinläuft, bleibt im Schuh.
  • Feuchte Socken sind meistens Schweiß und kein Leck. Je wärmer und feuchter die Umgebung, desto weniger Dampf kann die Membran abgeben.
  • Pflege zählt: Ein vollgesogenes Obermaterial macht den Schuh nicht undicht, bremst aber die Atmungsaktivität. Deshalb regelmäßig reinigen und imprägnieren.
  • Am meisten bringt die Membran bei Arbeit im Freien. In warmen, trockenen Hallen ist ein Schuh ohne Membran oft luftiger.

Der häufigste Irrtum: „Wasserabweisend“ und „wasserdicht“ sind bei Sicherheitsschuhen zwei verschiedene Prüfungen. Ein S3-Schuh ohne Membran hält einen kurzen Schauer aus, aber keine Schicht im nassen Gras. Welche Schutzklasse an deinem Arbeitsplatz vorgeschrieben ist, legt die Gefährdungsbeurteilung deines Betriebs fest (in Deutschland nach dem Arbeitsschutzgesetz, in Österreich heißt sie Arbeitsplatzevaluierung).

Sind GORE-TEX Sicherheitsschuhe wirklich wasserdicht?

Ja. Ein GORE-TEX Sicherheitsschuh hält Regen, Pfützen, nasses Gras und Schneematsch dauerhaft draußen. Der Grund ist die Bauweise: Die Membran ist keine Beschichtung auf dem Leder, sondern eine eigene Schicht, die den Fuß wie ein Innenschuh umschließt. Ihre Nähte sind abgedichtet.

Dass das funktioniert, wird auf zwei Ebenen geprüft:

  • Nach Norm: Für das Kennzeichen WR wird der fertige Schuh in Bewegung im Wasser getestet. Danach dürfen innen höchstens 3 cm² feucht sein. Diese Prüfung steckt in den Schutzklassen S6 und S7.
  • Beim Hersteller: GORE-TEX Schuhe müssen laut Herstellerangaben zusätzlich 300.000 Knickbewegungen in knöchelhohem Wasser überstehen, ohne dass Wasser eindringt. Das entspricht etwa 80 Stunden Gehen.

Wasserdicht hat aber Grenzen, die du kennen solltest:

  • Wasser von oben: Die Membran endet unterhalb des Schaftrands. Läuft Wasser am Hosenbein hinein, kommt es nicht mehr heraus.
  • Kein Gummistiefel: Wenn du dauerhaft in Wasser, Schlamm oder Frischbeton stehst, der über den Schaft reicht, brauchst du Sicherheitsgummistiefel (S4 oder S5).
  • Schweiß bleibt Schweiß: Die Membran transportiert Dampf, keine Flüssigkeit. Bei Hitze und harter Arbeit entsteht mehr Schweiß, als entweichen kann.
  • Beschädigte Membran: Ein Stich oder eine durchgescheuerte Stelle macht den Schuh an genau diesem Punkt undicht.

Für seine Sicherheitsschuh-Laminate gibt Gore außerdem an, dass sie das Eindringen bestimmter Flüssigkeiten verhindern: AFFF-Löschschaum (3 %), Schwefelsäure (37 %), Diesel und Natronlauge (30 %), geprüft nach ISO 13994. Das hilft bei Spritzern im Arbeitsalltag. Ein Chemikalienschutzschuh wird daraus nicht. Ob die Angabe für dein Modell gilt, steht in der Herstellerinformation, die jedem Paar beiliegt.

Sievi Cobra GT RollerH+ Sicherheitsstiefel mit GORE-TEX Futter und BOA-Verschluss auf nassem Untergrund
Sievi Cobra GT RollerH+ mit GORE-TEX Futter. Die Schutzklasse S7 bedeutet: als ganzer Schuh auf Wasserdichtheit geprüft.

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So funktioniert die GORE-TEX Membran im Sicherheitsschuh

Die klassische GORE-TEX Membran besteht aus gerecktem PTFE (ePTFE). Das ist ein hauchdünner Film mit mikroskopisch kleinen Poren, nach Herstellerangaben über 1,4 Milliarden pro Quadratzentimeter. Jede Pore ist rund 20.000-mal kleiner als ein Wassertropfen und etwa 700-mal größer als ein Wasserdampfmolekül. Wasser passt von außen nicht durch, Schweiß in Dampfform schon.

Im Schuh arbeiten drei Schichten zusammen:

  1. Obermaterial: Leder, Mikrofaser oder Textil. Es schützt mechanisch und ist imprägniert, damit Wasser abperlt.
  2. Membran: Sie sperrt Wasser aus und lässt Wasserdampf durch.
  3. Innenfutter: Es schützt die Membran vor Abrieb und nimmt Feuchtigkeit vom Fuß auf.

Membran und Futter bilden zusammen das Laminat. Im Schuh ist es als geschlossener Innenschuh verarbeitet, der in der Fachsprache Bootie heißt.

Wichtig für den Alltag: Die Membran „atmet“ nur, wenn es innen wärmer und feuchter ist als außen. Je größer dieser Unterschied, desto mehr Dampf wandert nach draußen. Bei Sommerhitze oder hoher Luftfeuchtigkeit ist der Unterschied klein. Dann schwitzt du auch im Membranschuh.

Grafik: Schnitt durch einen Sicherheitsstiefel mit GORE-TEX Membran. Wasser bleibt draußen, Wasserdampf vom Fuß entweicht nach außen
Schnitt durch einen Sicherheitsstiefel mit GORE-TEX Membran: Wasser bleibt draußen, Wasserdampf vom Fuß entweicht nach außen.

Für Schuhe gibt es drei GORE-TEX Laminate. Sie unterscheiden sich vor allem in der Isolierung:

Laminat Isolierung Gedacht für
Extended Comfort keine Mittlere bis warme Temperaturen und hohe körperliche Belastung.
Performance Comfort leicht Wechselhaftes Wetter und Arbeit im Freien bei normalen bis kühlen Temperaturen. Der Allrounder.
Insulated Comfort stark Regen, Schnee und Kälte im Winter.

Welches Laminat verbaut ist, nennt der Schuhhersteller in den Produktdaten. Zamberlan setzt bei seinen Forst- und Alpinstiefeln zum Beispiel auf GORE-TEX Performance Comfort.

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Wasserdicht nach Norm: S3, S6, S7 und das Kürzel WR

GORE-TEX ist ein Material. Die Schutzklasse ist eine Prüfung. Ob ein Sicherheitsschuh als wasserdicht gilt, regelt die EN ISO 20345. Sie kennt beim Nässeschutz zwei Stufen, die oft verwechselt werden.

S1, S1P: kein Nässeschutz gefordert

S2, S3 (WPA): Obermaterial wasserabweisend

S6, S7 (WR): ganzer Schuh wasserdicht

Nässeschutz nach EN ISO 20345:2022. Die Balken zeigen die Rangfolge, keine Messwerte.

Kennzeichen Was geprüft wird Was das im Alltag heißt Enthalten in
WPA
früher WRU
Nur das Obermaterial: Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme über 60 Minuten. Reicht für kurzen Regen und feuchten Boden. Bei Dauernässe dringt Wasser über Nähte und Zunge ein. S2, S3
WR Der ganze, fertig zusammengebaute Schuh in Bewegung im Wasser. Reicht für Pfützen, nasses Gras und Dauerregen. Dicht bis zur Höhe der Membran. S6, S7
Klasse Eigenschaften nach EN ISO 20345:2022 Nässeschutz
S2 Zehenschutzkappe, geschlossene Ferse, antistatisch, Dämpfung im Fersenbereich. Obermaterial wasserabweisend (WPA)
S3
auch S3L, S3S
Wie S2, zusätzlich Durchtrittschutz und profilierte Laufsohle. Obermaterial wasserabweisend (WPA)
S6 Wie S2, zusätzlich als ganzer Schuh wasserdicht. Wasserdicht (WR)
S7
auch S7L, S7S
Wie S3, zusätzlich als ganzer Schuh wasserdicht. Wasserdicht (WR)

Die Zusätze L und S stehen für einen nichtmetallischen Durchtrittschutz. Ein S7S-Schuh ist also ein wasserdichter Sicherheitsschuh mit textiler statt stählerner Zwischensohle.

Ältere Zertifikate: Schuhe nach der Normfassung von 2011 kennen die Klassen S6 und S7 noch nicht. Wasserdichte Modelle tragen dort S3 mit dem Zusatz WR. Im Handel findest du derzeit Schuhe beider Fassungen.

So erkennst du einen wasserdichten GORE-TEX Sicherheitsschuh:

  • Schutzklasse S6, S7, S7L oder S7S oder der Zusatz WR auf dem Etikett.
  • GORE-TEX Logo am Schuh, meist an Schaft oder Zunge.
  • GT oder GTX im Modellnamen, zum Beispiel Sievi Cobra GT oder Zamberlan Wald GTX.

Alle Kürzel im Detail erklärt unsere Übersicht zur Norm für Sicherheitsschuhe.

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Erfahrung aus der Praxis: Trotz GORE-TEX nasse Füße?

Wer zum ersten Mal Membranschuhe trägt, erwartet oft staubtrockene Füße bei jedem Wetter. In der Praxis sind feuchte Socken meistens kein Leck. Die Ursachen lassen sich gut unterscheiden:

Was du merkst Wahrscheinliche Ursache Was hilft
Socken rundum gleichmäßig feucht, vor allem an warmen Tagen Schweiß. Zehenschutzkappe und Sohle lassen keinen Dampf durch, und bei Wärme sinkt die Atmungsaktivität. Funktionssocken statt Baumwolle. Schuhe über Nacht mit herausgenommener Einlegesohle trocknen. Im Sommer ein Modell ohne Isolierung wählen.
Nasse Knöchel und Fersen nach hohem Gras, Starkregen oder Arbeiten im Knien Wasser läuft von oben in den Schuh. Hose über den Schaft ziehen, höheren Schaft oder Gamaschen wählen.
Schuh fühlt sich schwer, kalt und klamm an, der Fuß ist aber kaum nass Das Obermaterial hat sich vollgesogen, weil die Imprägnierung verbraucht ist. Die Membran hält dicht, gibt aber kaum noch Dampf ab. Reinigen und neu imprägnieren.
Nasse Stelle immer am selben Punkt, zum Beispiel an der Knickfalte Die Membran ist beschädigt, etwa durch Sand im Schuh, eine durchgescheuerte Knickfalte oder einen Stich. Dichtheit prüfen (siehe unten). Bei einem neuen Schuh reklamieren, sonst ersetzen.

Dichtheit selbst prüfen

Mit einem einfachen Haustest findest du heraus, ob die Membran noch dicht ist:

  1. Einlegesohle herausnehmen und den Schuh innen vollständig trocknen lassen.
  2. Den Schuh mit Küchenpapier ausstopfen.
  3. Für ein bis zwei Stunden in eine Wanne mit Wasser stellen und beschweren. Das Wasser soll bis knapp unter den Schaftrand reichen, aber nicht hineinlaufen.
  4. Papier herausnehmen. Ist es an einer Stelle nass, ist die Membran dort undicht. Bleibt es trocken, kam die Feuchtigkeit von oben oder von innen.

Wie lange hält die Wasserdichtheit?

Eine feste Zahl nennen die Hersteller nicht. Der Membran setzt vor allem mechanische Belastung zu: ständiges Knicken, Schmutz im Schuh und Abrieb. Wie lange ein Schuh dicht bleibt, hängt deshalb von Einsatz, Passform und Pflege ab. Drei Dinge kannst du selbst tun: Sand und Steinchen regelmäßig ausschütteln, den Schuh nach jeder Schicht durchtrocknen lassen und bei täglichem Einsatz zwei Paar im Wechsel tragen.

Grafische Veranschaulichung eines Zamberlan Wald Stiefels mit einer Gore-Tex Membrane. Mann springt in nasse Pfütze
Pfützen und nasser Untergrund sind der Normalfall, für den S7-Schuhe mit Membran gebaut sind.

Aus unserer Beratung: Entscheidend ist, wo du die meiste Zeit arbeitest. Bist du überwiegend draußen und hast regelmäßig nasse Füße, ist ein S7-Schuh mit Membran die richtige Wahl. Arbeitest du vor allem in der Halle und gehst nur gelegentlich hinaus, bist du mit einem luftigen S1P- oder S3-Schuh meist besser bedient. Wenn du unsicher bist, melde dich bei uns. Wir helfen dir bei der Auswahl.

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Vorteile und Nachteile auf einen Blick

Das spricht für GORE-TEX Das spricht dagegen
Dauerhaft wasserdicht bis zur Höhe der Membran. In der Regel teurer als ein vergleichbarer Schuh ohne Membran.
Deutlich atmungsaktiver als Gummistiefel. Wärmer als ein Schuh ohne Membran. In warmen Hallen schwitzt du schneller.
Winddicht. Trockene Füße bleiben im Winter länger warm. Ist der Schuh innen einmal nass, trocknet er langsamer.
Ein Schuh für das ganze Jahr im Freien. Braucht regelmäßige Pflege, sonst leidet die Atmungsaktivität.
In Schutzklasse S7 mit Zehenschutz, Durchtrittschutz und Profilsohle kombiniert. Eine beschädigte Membran lässt sich nicht reparieren.

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GORE-TEX, H-Dry oder S3 ohne Membran?

GORE-TEX ist die bekannteste, aber nicht die einzige Membran in Sicherheitsschuhen. Bei uns findest du außerdem Modelle mit H-Dry von Sixton Peak. Und manchmal ist ein Schuh ganz ohne Membran die bessere Wahl.

Merkmal GORE-TEX H-Dry S3 ohne Membran
Aufbau Membran als Innenschuh zwischen Obermaterial und Fuß. Membran direkt auf die Innenseite des Obermaterials laminiert. Keine Membran. Das Obermaterial ist wasserabweisend ausgerüstet.
Nässeschutz Wasserdicht (S6, S7, WR) Wasserdicht (S6, S7, WR) Wasserabweisend (WPA)
Besonderheit Laminate für Sommer, Ganzjahr und Winter. Bei vielen Herstellern erhältlich. Laut Hersteller kann sich zwischen Leder und Membran kein Wasser sammeln. Der Schuh wird bei Nässe nicht schwerer und trocknet schneller. Luftiger und günstiger. Gut für trockene Arbeitsplätze.
Bei Kreischer Online Sievi, Zamberlan, VM Footwear Sixton Peak, zum Beispiel Marmolada S7S S3 Sicherheitsschuhe

Beide Membransysteme erreichen die Schutzklasse S7. Wichtiger als der Markenname sind Passform, Schafthöhe und die passende Isolierung. Mehr zu H-Dry liest du auf unserer Seite zur HDRY Membrane. Alle Modelle mit Membran findest du unter wasserdichte Sicherheitsschuhe. Warum S3 allein nicht reicht, erklärt unser Beitrag Arbeitsschuhe S3 wasserdicht und atmungsaktiv.

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Für wen lohnen sich GORE-TEX Sicherheitsschuhe und für wen nicht?

Eine Membran lohnt sich überall dort, wo du regelmäßig und über längere Zeit mit Nässe von außen zu tun hast.

Einsatz Warum eine Membran? Passender Schuhtyp
Straßen-, Tief- und Gleisbau Regen, Pfützen und nasser Untergrund über ganze Schichten. S7 Schnürstiefel
Garten- und Landschaftsbau, Kommunaldienst Nasses Gras, Tau und wechselndes Wetter. S7 Halbschuh oder Schnürstiefel
Montage und Handwerk im Außeneinsatz Ständiger Wechsel zwischen drinnen und draußen. Leichter S7 Halbschuh
Forst und Baumpflege Dauernässe und Schnee, dazu Arbeit mit der Motorsäge. S7S Schnittschutzstiefel Level 2 oder 3
Alpiner Bau, Bergbahnen, Seilbahnmontage Schnee, Schmelzwasser und steiles Gelände. Alpiner Sicherheitsstiefel mit steifer Sohle
Winterdienst und Arbeit in der Kälte Schneematsch und Kälte von unten. Winter-Sicherheitsschuhe mit Isolierung

Wann du keine Membran brauchst

  • Trockene, warme Innenräume: In Lager, Fertigung und Werkstatt ist ein S1P- oder S3-Schuh ohne Membran luftiger.
  • Stehendes Wasser über Knöchelhöhe: Hier sind Sicherheitsgummistiefel die richtige Wahl.
  • Hitzearbeitsplätze: Für Gießerei und Schweißarbeiten gibt es eigene Gießer- und Schweißerstiefel.
  • Umgang mit Chemikalien: Welche Schuhe nötig sind, bestimmt die Gefährdungsbeurteilung. Eine Membran ersetzt keinen Chemikalienschutzschuh.

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Die richtigen GORE-TEX Sicherheitsschuhe auswählen: Checkliste

  1. Schutzklasse klären: Frag deine Sicherheitsfachkraft, welche Klasse vorgeschrieben ist. Für nasse Arbeit im Freien ist S7 der Standard. Für Arbeit mit der Motorsäge brauchst du zusätzlich Schnittschutz.
  2. Schafthöhe wählen: Ein Halbschuh ist leicht und beweglich, aber nur bis zum Knöchel dicht. Schnürstiefel und hohe Stiefel schützen auch bei hohem Gras und tiefen Pfützen.
  3. Isolierung passend zur Jahreszeit: Für das ganze Jahr reicht ein Modell ohne oder mit leichter Isolierung. Für Kälte gibt es gefütterte Winter-Sicherheitsschuhe.
  4. Durchtrittschutz: Stahl (S7) ist dünn und bewährt. Textil (S7L, S7S) ist flexibler, metallfrei und leitet weniger Kälte.
  5. Verschluss: Ein Drehverschluss wie bei BOA-Sicherheitsschuhen lässt sich auch mit Handschuhen und nassen Fingern schnell einstellen.
  6. Größe und Passform: Der Schuh muss fest sitzen, ohne zu drücken. Zu enge Schuhe scheuern an der Membran, in zu weiten rutschst du. Die Hersteller schneiden unterschiedlich: Bei Sievi empfehlen wir zwischen zwei Größen die kleinere, Zamberlan fällt klein aus und wird eine Nummer größer gekauft. Details stehen in der Größentabelle.
  7. Sohle: Achte auf Rutschhemmung (SR) und bei heißen Untergründen wie frischem Asphalt auf eine hitzebeständige Laufsohle (HRO).
  8. Einlagen: Orthopädische Einlagen dürfen nur in Modellen getragen werden, die dafür geprüft sind. In Deutschland regelt das die DGUV Regel 112-191, in Österreich die ÖNORM Z 1259. Passende Modelle findest du unter orthopädische Arbeitsschuhe.
  9. Socken und Pflege mitdenken: Funktionssocken und ein Imprägnierspray entscheiden mit darüber, wie trocken deine Füße bleiben.

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GORE-TEX Sicherheitsschuhe bei Kreischer Online: Modelle im Überblick

Unsere GORE-TEX Modelle kommen von Sievi aus Finnland, Zamberlan aus Italien und VM Footwear. Zur Orientierung drei typische Bauarten:

Sievi Cobra GT Roller+ S7 Sicherheitshalbschuh mit GORE-TEX und BOA-Verschluss

Halbschuh (Low)

Leicht und beweglich für Montage, Handwerk und Logistik im Außeneinsatz.

  • Sievi Cobra GT Roller+, Schutzklasse S7
  • BOA-Drehverschluss
  • 645 g je Schuh
  • Laufsohle hitzebeständig bis 300 °C (HRO)

Cobra GT Roller+ ansehen

Sievi Cobra GT RollerH+ S7 Sicherheitsstiefel mit GORE-TEX und BOA-Verschluss

Schnürstiefel (Mid)

Mehr Halt am Knöchel und höherer Nässeschutz für Bau, Metallbau und Montage.

  • Sievi Cobra GT RollerH+, Schutzklasse S7
  • Überkappe gegen Abrieb (SC)
  • Gepolsterter Knöchelschutz
  • Rutschhemmung SR, Laufsohle HRO

GORE-TEX Stiefel ansehen

Zamberlan Logger Pro GTX S7S Schnittschutzstiefel Level 3 mit GORE-TEX

Forst und Alpin

Handgefertigte Stiefel für Wald, Steilhang und Hochgebirge.

  • Zamberlan Logger Pro GTX, Schutzklasse S7S
  • Schnittschutz Level 3 (28 m/s), KWF-Profi
  • Perwanger-Leder und Vibram-Sohle
  • Neu besohlbar

Schnittschutzstiefel ansehen

Modell Schutzklasse Bauart Gedacht für
Sievi Cobra GT Roller+ S7 Halbschuh, BOA Handwerk, Montage, Logistik
Sievi Cobra GT RollerH+ S7 Schnürstiefel, BOA Bau, Metallbau, Schwerindustrie
Sievi GT 2 XL+ S7 Schnürstiefel aus Nubukleder, breiter Leisten Bau, Handwerk, Landschaftsbau
Sievi GT 25 XL+ S7 Hoher Stiefel mit Reißverschluss, breiter Leisten Bau, Montage, Landschaftsbau
VM Footwear Hamilton GTX S7L Schnürstiefel aus Veloursleder, metallfreier Durchtrittschutz Bau, Handwerk, Landschaftsbau
VM Footwear Oakland GTX S7L Schnürstiefel, BOA Bau, Metallbau, Außenbereich
Zamberlan Mountain Lite GTX S3 Alpiner Stiefel mit wasserdichtem GORE-TEX Futter, steigeisenfest Alpiner Bau, Bergbahnen
Zamberlan Wald GTX S7S, Schnittschutz Level 2 Forststiefel mit flexibler Sohle Forst, Landschaftsbau, Seilmontage
Zamberlan Delimber GTX S7S, Schnittschutz Level 2 Forststiefel, BOA Forst, Landschaftsbau
Zamberlan Logger Pro GTX S7S, Schnittschutz Level 3 Forststiefel mit steifer Sohle, steigeisenfest Forstprofis, Steilhang
Zamberlan Treelogy 2.0 GTX SB mit WR, Schnittschutz Level 2 Kletterstiefel für Arboristen Baumpflege, Seilklettertechnik

Preise, Größen und Verfügbarkeit stehen auf der jeweiligen Produktseite. Alle Modelle im Überblick: GORE-TEX Sicherheitsschuhe bei Kreischer Online. Du bist unsicher, welcher Schuh zu deinem Arbeitsplatz passt? Schreib uns, wir beraten dich gern.

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Pflege: So bleibt der Schuh dicht und atmungsaktiv

Die Membran selbst braucht keine Pflege. Gepflegt werden das Obermaterial, damit Wasser abperlt, und das Innere, damit nichts an der Membran scheuert. So gehst du vor:

  1. Vorbereiten: Schnürsenkel und Einlegesohle herausnehmen. Sand und Steinchen ausschütteln.
  2. Außen reinigen: Mit lauwarmem Wasser, Bürste oder Schwamm und wenig Flüssigwaschmittel säubern. Nicht in die Waschmaschine geben.
  3. Innen reinigen: Bei Bedarf mit lauwarmem Wasser auswaschen.
  4. Trocknen: Wasser mit einem Tuch aufnehmen und den Schuh bei Raumtemperatur an der Luft trocknen lassen. Keine direkte Wärme von Heizung, Ofen oder Föhn. Schuhtrockner mit Warmluft sind geeignet.
  5. Abperltest: Ein paar Tropfen Wasser auf das trockene Obermaterial geben. Perlt es ab, ist alles in Ordnung. Zieht es ein, wird imprägniert.
  6. Imprägnieren: Ein Imprägnierspray auf Wasserbasis verwenden. Kein Wachs und kein Fett, beides beeinträchtigt die Atmungsaktivität. Bei Lederschuhen gelten zusätzlich die Pflegehinweise des Schuhherstellers.
Das schadet Das hilft
Trocknen auf der Heizung oder am Ofen Raumtemperatur, Einlegesohle heraus, Schuhtrockner mit Warmluft.
Lederfett und Wachs Imprägnierspray auf Wasserbasis.
Waschmaschine, Bleichmittel, Fleckentferner Handwäsche mit lauwarmem Wasser und wenig Flüssigwaschmittel.
Sand und Splitt im Schuh Regelmäßig ausschütteln, damit nichts an der Membran scheuert.
Lange nass stehen lassen Nach jeder Schicht trocknen. Bei täglichem Einsatz zwei Paar im Wechsel tragen.
Baumwollsocken Funktionssocken aus Wolle oder Kunstfaser, die Feuchtigkeit weiterleiten.

Passende Pflegemittel bei Kreischer Online: Welches Mittel passt, hängt vom Obermaterial deines Schuhs ab. Alle drei eignen sich laut Hersteller für Schuhe mit GORE-TEX Membran.

Zamberlan Lederbalsam Spray Hydrobloc 110 ml für Velours- und Nubukleder

Für Velours- und Nubukleder

Pflegt Rauleder, frischt es auf und verbessert die Wasserbeständigkeit.

  • Zamberlan Lederbalsam Spray Hydrobloc, 110 ml
  • Auf Wasserbasis
  • Für Spalt-, Velours- und Nubukleder
  • Laut Hersteller auch für Schuhe mit GORE-TEX Futter

Lederbalsam ansehen

Hey Sport Leder FF Impra Imprägnierspray 200 ml für Glatt- und Rauleder

Für Glatt- und Rauleder

Imprägnierspray für Lederschuhe, das die Atmungsaktivität erhält.

  • Hey Sport Leder FF Impra, 200 ml
  • Fluor- und silikonfrei
  • Pumpspray ohne Treibgas, auch kopfüber anwendbar
  • Für Glattleder, Rauleder und Nubuk

Leder-Imprägnierspray ansehen

Hey Sport Tex FF Impra Imprägnierspray 200 ml für Textil

Für Textil-Obermaterial

Imprägnierspray für Schuhe mit Obermaterial aus Textil.

  • Hey Sport Tex FF Impra, 200 ml
  • Fluor- und silikonfrei
  • Pumpspray ohne Treibgas, auch kopfüber anwendbar
  • Für Textilien

Textil-Imprägnierspray ansehen

Pflegemittel Geeignet für Eigenschaften Inhalt
Zamberlan Lederbalsam Spray Hydrobloc Spaltleder, Veloursleder, Nubukleder Auf Wasserbasis. Verbessert die Wasserbeständigkeit und frischt das Leder auf. 110 ml
Hey Sport Leder FF Impra Glattleder, Rauleder, Nubuk Fluor- und silikonfrei, ohne Treibgas. Erhält die Atmungsaktivität. 200 ml
Hey Sport Tex FF Impra Textilien Fluor- und silikonfrei, ohne Treibgas. Erhält die Atmungsaktivität. 200 ml

Preise und Verfügbarkeit stehen auf der jeweiligen Produktseite. Weitere Pflegemittel findest du unter Schuhpflege.

Praxis-Tipp von Kreischer Online: Der Abperltest dauert zehn Sekunden und zeigt dir zuverlässig, wann du imprägnieren musst. Mach ihn nach jeder gründlichen Reinigung. Und wenn deine Füße plötzlich feuchter sind als früher, pflege zuerst das Obermaterial, bevor du den Schuh abschreibst. Oft ist nur die Imprägnierung verbraucht.

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Fünf häufige Irrtümer über GORE-TEX Sicherheitsschuhe

  1. „S3-Schuhe sind wasserdicht.“ Falsch. Bei S3 ist nur das Obermaterial wasserabweisend. Als ganzer Schuh wasserdicht sind erst S6 und S7 oder Modelle mit dem Zusatz WR.
  2. „Mit GORE-TEX schwitzt man nicht.“ Falsch. Die Membran leitet Dampf ab, aber nur begrenzt. Bei Hitze und harter Arbeit werden die Socken auch im Membranschuh feucht.
  3. „Membranschuhe muss man nicht imprägnieren.“ Falsch. Die Membran bleibt dicht, aber ein vollgesogenes Obermaterial macht den Schuh schwer und kalt und bremst die Atmungsaktivität.
  4. „Lederfett macht den Schuh noch dichter.“ Falsch. Fett und Wachs verschließen das Obermaterial. Der Schuh wird nicht dichter, aber deutlich weniger atmungsaktiv.
  5. „GORE-TEX Schuhe sind nur etwas für den Winter.“ Falsch. Es gibt Laminate ohne Isolierung für warme Tage. Entscheidend ist die Nässe, nicht die Jahreszeit.

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Häufige Fragen zu GORE-TEX Sicherheitsschuhen

Sind GORE-TEX Sicherheitsschuhe wirklich wasserdicht?

Ja. Die Membran umschließt den Fuß wie ein Innenschuh und lässt kein Wasser von außen durch. Sicherheitsschuhe der Klassen S6 und S7 sind zusätzlich als ganzer Schuh nach EN ISO 20345 auf Wasserdichtheit geprüft. Dicht ist der Schuh bis zur Höhe der Membran. Wasser, das von oben hineinläuft, hält er nicht ab.

Wie lange bleiben GORE-TEX Sicherheitsschuhe wasserdicht?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Der Membran setzt vor allem mechanische Belastung zu, also ständiges Knicken, Schmutz im Schuh und Abrieb. Mit passender Größe, regelmäßiger Reinigung und zwei Paar im Wechsel hält die Wasserdichtheit am längsten.

Schwitzt man in GORE-TEX Sicherheitsschuhen?

Weniger als in Gummistiefeln, aber mehr als in einem luftigen Schuh ohne Membran. Die Membran gibt Wasserdampf nur ab, wenn es außen kühler und trockener ist als im Schuh. Bei Hitze, in warmen Hallen und bei harter körperlicher Arbeit werden die Socken deshalb feucht. Funktionssocken und ein Modell ohne Isolierung helfen.

Was ist der Unterschied zwischen S3 und S7?

Beide Klassen haben Zehenschutzkappe, Durchtrittschutz und Profilsohle. Bei S3 ist nur das Obermaterial wasserabweisend (Kennzeichen WPA). Bei S7 ist der ganze Schuh auf Wasserdichtheit geprüft (Kennzeichen WR). S7 gibt es seit der Normfassung EN ISO 20345:2022.

Sind S3-Sicherheitsschuhe wasserdicht?

Nein. S3 verlangt nur ein wasserabweisendes Obermaterial. Bei Dauernässe dringt Wasser über Nähte und Zunge ein. Eine Ausnahme sind ältere Modelle mit der Kennzeichnung S3 WR. Sie sind nach der früheren Normfassung zertifiziert und als ganzer Schuh wasserdicht.

Was bedeutet GTX oder GT im Modellnamen?

Beide Kürzel stehen für GORE-TEX. Hersteller wie Zamberlan und VM Footwear schreiben GTX, Sievi verwendet GT. Entscheidend ist das GORE-TEX Logo am Schuh und die Angabe in den Produktdaten.

Wie pflege ich GORE-TEX Sicherheitsschuhe?

Mit lauwarmem Wasser, Bürste und wenig Flüssigwaschmittel reinigen und bei Raumtemperatur trocknen lassen. Danach das Obermaterial mit einem Imprägnierspray auf Wasserbasis behandeln. Kein Wachs, kein Fett, keine Waschmaschine und keine direkte Wärme.

Welche Socken passen zu GORE-TEX Schuhen?

Funktionssocken aus Wolle oder Kunstfaser. Sie leiten Feuchtigkeit vom Fuß zur Membran weiter. Baumwolle saugt sich voll und hält die Nässe am Fuß, auch wenn die Membran einwandfrei arbeitet.

Kann ich GORE-TEX Sicherheitsschuhe im Sommer tragen?

Ja, wenn du im Freien arbeitest und mit Nässe rechnen musst. Wähle dann einen Halbschuh oder ein Modell ohne Isolierung. Für trockene, warme Arbeitsplätze ist ein Schuh ohne Membran angenehmer.

GORE-TEX oder H-Dry: Was ist besser?

Beide Systeme sind wasserdicht und atmungsaktiv und erreichen die Schutzklasse S7. Bei GORE-TEX sitzt die Membran als Innenschuh im Schuh, bei H-Dry ist sie direkt auf das Obermaterial laminiert. Für die Kaufentscheidung sind Passform, Schafthöhe und Isolierung wichtiger als die Marke der Membran.

Darf ich orthopädische Einlagen in GORE-TEX Sicherheitsschuhen tragen?

Nur, wenn die Einlage zusammen mit dem Schuhmodell geprüft wurde. In Deutschland regelt das die DGUV Regel 112-191, in Österreich die ÖNORM Z 1259. Viele Sievi Modelle sind dafür zertifiziert. Die Angabe findest du in den Produktdaten.

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Fazit

GORE-TEX Sicherheitsschuhe sind wasserdicht, und zwar dauerhaft und bis zur Höhe der Membran. Geprüft erkennst du das an den Schutzklassen S6 und S7 oder am Kennzeichen WR. S3 allein reicht für Dauernässe nicht. Im Alltag entscheiden drei Dinge darüber, ob deine Füße trocken bleiben: die passende Schafthöhe, die richtigen Socken und ein gepflegtes, imprägniertes Obermaterial. Wer überwiegend draußen arbeitet, ist mit einem S7-Schuh mit Membran gut beraten. Für warme, trockene Hallen ist ein Schuh ohne Membran die bessere Wahl.

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Quellen und Normen

Autor: Thomas Kreischer, Kreischer Online. Jahrelange Erfahrung mit Arbeitsschutz und Sicherheitsschuhen.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

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